Was macht man, wenn man zu viel Geld und zu viel Freizeit hat? Genau, man kauft Dinge, die man eigentlich nicht braucht und dann natürlich exklusiv und sehr teuer sind. Man gönnt sich ja sonst nix.
Zu diesen eigentlichen überflüssigen Gütern zählt “24- Karat Echtgold geprägtes Toilettentissue“. Richtig gehört: Toilettenpapier, auf das mit echtem Gold z. B. eine Rose aufgedruckt ist. Eine sehr edle Art um sich den Po abzuputzen.
Denn eine Rolle in Schwarz kostet 404,00 € und eine Weiß 393,00 €.
Im Vergleich: Beim Rossmann Versand kostet eine Rolle Toilettenpapier um die 25 Cent. D. h., für eine vergoldete Rolle (schwarz) könnte man sich ca. 1616 Rollen normales WC-Papier kaufen.
Sophisticated, edel und sinnlich. Zeigen Sie Stil und Noblesse mit einem in 24-Karat Echtgold geprägten Toilettenpapier. Jedes einzelne Blatt ist geprägt und jede Rolle wird in einer exklusiven Designerdose mit Echtgoldzertifikat verpackt. Ein Toilettenpapier für den gehobenen Anspruch. Bereichern Sie damit Ihre Yacht, Penthouse, Wellnessoase oder den Privatjet. (Quelle: goldenstore.de)
Wie sinnvoll so etwas ist, darüber kann man streiten. Aber irgendwie finde ich es eine clevere Geschäftsidee. So kann man aus Papier Gold machen.
Übrigens ist die Definition von Wikipedia von Toilettenpapier ist ganz nett:
Das Toilettenpapier, auch Klopapier, WC-Papier ist ein zur einmaligen Verwendung gedachtes Tissue-Papier zur Reinigung der Ausscheidungsorgane nach dem Stuhlgang oder nach dem Harnlassen.
Bei Verwendung eines Bidets oder eines Washlets muss Toilettenpapier nur noch zur Trocknung eingesetzt werden.
Ach ja im Gold Store Blog findet ihr noch mehr derartige Luxusgüter.
Was sagt ihr dazu? Findet ihr das einfach nur übertrieben oder doch etwas, was ihr euch vielleicht sogar ins Badezimmer hängen würdet? (Bild © goldenstore.de)

Ich bin darüber entsetzt, dass es Menschen gibt, die angesichts der Tatsache, dass allein in Deutschland etwa 5 Millionen Kinder unterhalb der Armutsgrenze leben müssen, ihr Geld für einen derart “idiotischen” Luxus verplempern!!! Ich schäme mich für solche “Leute” ( der Begriff “Menschen ” wäre m.E. hier unangebracht), die derart ignorant sind. Es ist kaum anzunehmen, dass diese Spezi ihr Geld durch ehrliche, vor allem gesellschaftlich nützliche Leistungen erwerben. Ich verachte derartige “Auswüchse” und wünsche solchen Leuten, dass sie irgend wann einmal selbst die “Gegenseite” durchleben müssen.
Clevere Geschäftsidee, finde ich auch. Unter den Superreichen gibts bestimmt genug, denen es nicht dekadent genug sein kann.
Hier hat jemand eine clevere Geschäftsidee für Millionäre gefunden. Es gibt ja auch inzwischen Eis mit Gold zum Essen. Oder ist dies nur ein raffiniertes Goldversteck ?
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Wenn man bedenkt, daß es in diesem Land immer mehr Reiche gibt, bzw. die Reichen immer reicher werden, dann ist diese Geschäftsidee nur folgerichtig. Schließlich brauchen auch die oberen Zehntausend irgendetwas Teures wofür sie das ganze Geld ausgeben können. Und schön spätrömisch dekadent isset auch noch.
Gruß, Max
Ich habe über das Gold-Klopapier vor ein paar Wochen mal einen TV-Beitrag gesehen. Hier hat tatsächlich jemand so eine Maschine zum Klopapier bedrucken erfunden. Damit können sich Millionäre ihr eigenes Wappen in Gold auf das Klopapier drucken lassen.
Nobel geht die Welt zugrunde… in einer Zeit, wo Menschen immer noch verhungern und nicht einmal sauberes Wasser trinken können…
Es ist sehr bedauernswert, dass nach Kenntnisnahme dieses “Luxuswahns” keine Welle der Empörung ausgelöst wurde.
Mich wundern hier die fass wohlwollenden Kommentare einiger Leute, dass ja den Reichen auch besondere Möglichkeiten der Geldausgabe geboten werden müssen.
Daraus ziehe ich die Schlussfolgerung für mich, dass die jahrzehntelang betriebene Massenverblödungsstrategie der Herrschenden, auf sehr fruchtbaren Boden gelangt ist. Es ist für mich unbegreiflich, dass ein normal “tickender” Mensch, nicht sofort seine Abscheu gegen die Produzenten und Käufer dieses “Luxus-Toilettenpapiers” artikuliert.
Was bin ich eigentlich froh, dass ich mich bald von dieser vollkommenen verrückten und absolut inhumanen Gesellschaft für immer verabschieden darf. Wer da höhnisch frohlocken sollte, sei daran erinnert, dass auch er einmal an der Reihe ist, vielleicht gerade dann, wenn er noch gern verweilen möcht.
Amen.