Das Facebook eine Menge Daten sammelt, dürfte jeden Nutzer mittlerweile bekannt sein. Ich denke, es weiß mittlerweile mehr über uns als Google. Denn wir liefern private Daten, Namen, Aktivitäten etc. und speisen damit die Server frei Haus.
Genau dafür ist die größte Social Community der Welt schon lange kritisiert worden, denn man kann 1. der Erfassung der Daten nicht widersprechen oder zustimmen und 2. weiß man zum größten Teil nicht, welche und wie überhaupt Nutzerdaten erfasst werden.
Nun hat eine Gruppe von österreichischen Jura-Studenten eine neue Debatte im Bezug auf Facebook und den Datenschutz ausgelöst. Denn sie haben über ein Dutzend Anzeigen an irische Datenschützer übermittelt, da sie der Meinung sind, das Facebook gegen das europäische Recht verstoßen würde. Nun hat die zuständige Behörde reagiert und kündigte ein Besuch bei Facebook an. In Dublin ist der europäische Sitz des sozialen Netzwerkes und beschäftig um die 300 Mitarbeiter in ihrem irischen Standort. (Spiegel online)
Auch die Androhung, dass das Einbinden des Like-Buttons bis zu 50.000 € Strafe kosten soll, verunsichert viele Blogger.
An dieser Stelle möchte ich auf den Artikel “Facebook vs. Datenschutz – Wie sich Fanseiten-Betreiber und Like-Button-Nutzer derzeit verhalten sollten” von Rechtsanwalt Thomas Schwenke verweise, der die aktuelle Lage sehr gut zusammenfast.
2 Klicks für mehr Datenschutz?!
Plattformen wie Facebook und Google+ bieten Buttons zum Teilen/Sharen etc. anbieten, die Webmaster auf ihren Webseiten einbinden können. Kritisiert wird hier aber, dass die Buttons das Surfverhalten der Besucher speichern, ob sie es wollen oder nicht. Man muss nicht mal ein registrierter Nutzer sein. Schon beim Laden der Seite werden Daten übermittelt.
Als Besucher hat man an also keine Chance der Erfassung von Daten zu entgehen, denn man kann nicht voraussehen, ob die Webseite, die man gleich besuchen wird, derartige Social Sharebuttons implementiert hat und wenn man sie zu Gesicht bekommt, ist es schon zu spät.

Hier für hat heise online nun eine – wie ich finde gute Lösung – gefunden. Es werden entweder über ein WordPress Plugin oder manuell per Code die Button von Facebook, Google+ und Twitter eingebunden. Aber diese sind grau hinterlegt und inaktiv. So zusagen im Schlafmodus. Es werden keine Daten erfasst. Erst wenn der Nutzer einmal drauf klickt, wird der Button aktiviert und ein zweiter Klick verhilft zum Teilen.
Ich finde, dies ist eine Lösung, die leicht umzusetzen ist und beide Seiten berücksichtigt.
Facebook hat zwar mittlerweile der Nutzung zugestimmt, solange das das offizielle Facebook Logo nicht genutzt wird. Von Google ist mir noch keine Reaktion bekannt, ich weiß aber nicht, ob hier noch eine Reaktion folgen wird. Ich wäre aber vor allem als Google AdSensen Benutzer vorsichtig, denn Google die 2-Klick-Button-Lösung missfällt, würde mich es nicht wundern, wenn das AdSense Konto schnell gesperrt wird.
So nun ist eure Meinung zu Facebook und dem Datenschutz gefragt: Was haltet ihr davon? Und reichen zwei Klicks für einen besseren Datenschutz?