Anlässlich des Artikels gestern, über die gratis Parfüm-Produktprobe von George, Gina & Lucy, habe ich mich mal online auf die Suche gemacht, um herauszufinden was eigentlich hinter dieser geheimnisvollen Marke steckt.
Mein erster Weg führte mich auf die offizielle Webseite george-gina-lucy.com. Im Impressum erfolgte dann aber schnell die Ernüchterung, denn die dort angegebene Adresse befindet sich in Asien:
Union Harbour ltd.
26/F unit 2602 – the Center
99 Queen’s road central
Hong Kong
Mit dem Suchergebnis von Google Maps konnte man leider nicht viel anfangen. Aber beim Firmenname wurde Google fündig und führte mich auf die offizielle Webseite der unionharbour ltd. Unter den Brands (Marken) findet sich neben Gwynedds auch GGL.

Aber da das Internet noch mehr Möglichkeit bietet, als nur Google, um Dinge zu finden. Kam als nächstes whois.domaintools.com zum Einsatz, das einem mit der Hilfe einer IP-Adresse oder einem Domainnamen den Inhaber der Webseite preisgibt.
Hier war neben den bisher bekannten Unternehmensdaten auch der Name Nicolas Neuhaus angegeben. Endlich eine heiße Spur.
Daraufhin griff ich auf die größte sowie kostenlose Namensdatenbank der Welt mit rund 600 Millionen Einträgen zurück: Facebook.
Nach ein bisschen stöbern bin ich tatsächlich auf den Firmengründer gestoßen. Zusätzlich hat die Suche auch einen Artikel von Stern online zutage gefördert, der noch mehr Informationen über GGL bereithält.
Osthessen eine Fashion Metropole?
Gehen wir in das Jahr 2004 zurück, denn da startete die Erfolgsgeschichte eines Unternehmens, das wir heute nur noch als “George, Gina & Lucy” auf Handtaschen von schönen Frauen kennen. Aber nicht wie manch einer denken würde, in den Fashion Metropolen Paris oder Berlin, nein sondern in Osthessen, in der rund 13.000 Einwohner-Stadt Langenselbold.
Gegründet wurde es von Nicolas Neuhaus, seiner Frau Nicole Bailly und Oliver Bruhn. Letzteren habe ich auch auf Facebook ausfindig machen können. Als Arbeitgeber gibt er sogar unionharbour ltd an.
Angefangen hat es mit rund 1.500 Stück, die in China produziert und nach Deutschland exportiert worden sind. Laut Stern wurden bereits im Jahre 2006 über 400.000 Handtaschen europaweit verkauft. Heute dürften die Absatzzahlen locker im Millionenbereich liegen.
Was eigentlich genau hinter dem Namen ”George, Gina & Lucy” steckt, der dick und fett auf jeder Handtasche prangt, bleibt ein gut gehütetes Firmengeheimnis.
Am Ende noch einen Tipp an die Gründer: Die Marketingstrategie “geheimnisvoll” zu wirken funktioniert nur, wenn man nicht von jedem kleinen Kind über Facebook inkl. Fotos & Familie gefunden werden kann
Was haltet ihr von George, Gina & Lucy Taschen? Total hässlich oder einfach nur bezaubernd schön?
(Quelle: Stern online)
Selten so hässliche Exemplare gesehen… ehrlich…
Aber ich bin kein Marken-Käufer. Tamaris hat tolle Taschen, aber an allen prangt “Tamaris”. Bin ich ein Werbeplakat???
Hi Miki, ich denke aber, dass Erfolgsgeschichten von Tarmaris sowie George, Gina & Lucy auf lange Sicht zu Ende gehen werden. Denn früher oder später wird von kleinern Stückzahlen abgelassen und man überschwemmt den Markt mit seinen Produkten. Man hat ja bei Ed Hardy gesehen, dass erst ein riesen Hype entstanden ist und mittlerweile will es in Deutschland jedenfalls keiner mehr tragen. Ich denke in anderen Ländern ist es genau so